Erfahrungsberichte
Von Spendern und Empfängern
Was bedeutet es zu warten, wie fühlt es sich das Leben mit einem Spenderorgan an und wie reagiert man, wenn man plötzlich als Angehöriger vor der Herausforderung steht, für ein Familienmitglied eine Entscheidung für oder gegen eine Organspende treffen zu müssen? Die Antworten auf diese und weitere Fragen haben Menschen, die durch eine Transplantation ein Organ erhalten oder die einen Angehörigen zur Organspende freigegeben haben.

Daniela Kracht: Lebertransplantation
Das Leben von Daniela Kracht war schon wenige Tage nach ihrer Geburt akut gefährdet. Ihre Leber arbeitete nur eingeschränkt. Mit viereinhalb Jahren erhält sie ein Spenderorgan. Mittlerweile liegt die Transplantation mehr als 20 Jahre zurück. Bis heute ist sie ihrem Spender noch täglich dankbar dafür, dass er sich für eine Organspende entschieden hat.

Achim Quary: Nierenlebendspende-Empfänger
Eine entzündliche Erkrankung der Nieren hat für Achim Quary weitreichende Folgen. Die Einschätzung der Ärztinnen und Ärzte: Innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre werde der 45-Jährige entweder auf die Dialyse oder eine Spenderniere angewiesen sein. Vier Jahre nach der Diagnose wird ihm eine Niere transplantiert. Die Spenderin: seine Frau.

Marita Donauer: Stimmte einer Organspende zu
Die Nachricht, dass ihr Bruder in äußerst kritischem Zustand im Krankenhaus liegt, erreichte Marita Donauer im Urlaub. Sie reiste zurück nach Deutschland, führte Gespräche mit den Ärztinnen und Ärzten, denn der Hirntod ihres Bruders wurde festgestellt. Die Entscheidung für oder gegen eine Organspende lag nun bei ihr. Sie stimmt sie einer Organspende zu.

Ulind Berisha: Hornhauttransplantation
Das Lesen fiel Ulind Berisha plötzlich immer schwerer, die Augenärztin diagnostizierte eine Kurzsichtigkeit auf dem rechten Auge. Innerhalb von zwei Jahren verschlechterte sich der Zustand des Auges weiter. Seine Chance: eine Hornhauttransplantation. Und er hatte Glück: Drei Monate wartete er auf eine Gewebespende und wurde dann erfolgreich transplantiert.

Julia Fricke: Herztransplantation
Mit 25 Jahren stand Julia Fricke auf der Warteliste für eine Herztransplantation. Ein Jahr später folgte der Anruf: Ein passendes Spenderherz stand zur Verfügung. Fünf Tage nach der Transplantation war sie erstmals bei vollem Bewusstsein, ihre Heilung verläuft gut und schon bald steht die junge Mutter wieder mitten im Leben. An ihren Spender denkt sie bis heute.

Ralph Messing: Lebertransplantation
Mit 22 Jahren freute sich Ralph Messing auf seine erste weite Reise. Antreten konnte er sie damals nicht. Der Grund: In seiner Leber wurde ein Tumor diagnostiziert. Eine Teilentfernung der Leber kam nicht mehr infrage, nur noch eine Leber-transplantation konnte das Leben von Ralf Messing retten. Vier Monate nach der Diagnose wird ihm eine neue Leber transplantiert.










